Momentan könnte es für Abdel Wright nicht besser laufen. Sein Markenzeichen – rauer, ursprünglicher Reggae-Folk – schlägt Wellen auf beiden Seiten des Atlantiks und Musikkritiker spendeten seinem namengebenden Debütalbum lauten Beifall. Laut Bono ist Abdel der „wichtigste jamaikanischer Künstler, den die Welt seit Marley gesehen hat“ – und wir gehen davon aus, er meint Bob, nicht Ziggy. Jedoch ist es nicht immer so reibungslos für den Rasta und Songwriter verlaufen. Mit neun Monaten wird Wright seiner psychisch kranken und alleinerziehenden Mutter weggenommen. Seine gesamte Kindheit verbringt er daraufhin in Waisenhäusern. Als Erwachsener zieht er heimatlos umher und begeht Kleinverbrechen. 1996 wird er wegen Waffenbesitzes von der Polizei in Jamaika festgenommen und sieht sich plötzlich mit seiner eigenen Waffe bedroht. „In diesem Moment sollte ich eigentlich sterben“, wiederholt Wright seitdem immer wieder. Durch das Eingreifen eines anderen Polizisten wird Wright jedoch nicht erschossen, sondern zu einer fünfjährigen Gefängnisstrafe verurteilt. Im Gefängnis schreibt er seine ersten Lieder – ohne zu wissen, dass diese sein gesamtes Leben verändern würden. Nach seiner Freilassung spielt er seine ersten Konzerte, zuerst in Kingston, dann auch in anderen Städten. Schließlich wird auch Dave Stewart von den Eurythmics auf Wright aufmerksam und lässt sich von der rohen Energie und den wuterfüllten Texten seiner akustischen Musik überzeugen: Er erklärt sich bereit, sein erstes Album zu produzieren. Seitdem wartet die Musikwelt auf Nachschub.
Kauf seinen Song "Nobody Told Me" zur Unterstützung von amnesty international
Du willst selbst einen Beitrag leisten? Dann beteilige dich an den Make Some Noise Mitmachaktionen! |
